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Webcam Berneck

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Technische Entwicklung

energie

Die Energie in den Bächen und Flüssen machte sich der Mensch schon früh zu Nutze, zumal es im Prinzip ja genügt, ein Rad mit einer Welle in die Strömung zu stellen. Die meisten Hochkulturen des Altertums waren Flusskulturen, denen die Nutzung der Wasserkraft nicht unbekannt war. Bedeutende Beispiele sind wasserbauliche Anlagen im alten Mesopotamien (ca. 3'000 v.Chr.) und die Zahnradschöpfwerke im Reich der Pharaonen (ca. 2'000 v.Chr.). In Rom arbeiteten seit dem 4. Jahrhundert nach Christus nachweislich Flussmühlen mit unterschlächtigen Wasserrädern im Tiber.

Im Mittelalter gab die nutzbare Energie in den Wasserläufen einer Stadt häufig den Ausschlag für das Gedeihen ihrer Gewerbe. Zudem begünstigte die Einführung der sogenannten Daumenwelle die rasche Ausbreitung der Wasserradtechnik. Mit Hilfe der Daumenwelle liess sich erstmals eine Drehbewegung in eine Hin- und Herbewegung umwandeln. Auf diese Weise entdeckte man die Nutzbarkeit des Wasserrades in Schmieden, Schleifereien, Sägewerken, Tuchwalkereien sowie später, in der Mitte des 16. Jahrhunderts, in Webereien und beim Bergbau, wo sich auch die Erzverhüttung und -bearbeitung konzentrierte.

826 wurde in Paris ein Preis von 10'000 Francs ausgeschrieben für eine brauchbare Wasserturbine. Diesen "Turbinenpreis" gewann Benoit Forneyron. Eine stürmische Entwicklung im Wasserkraftwerksbau war eingeleitet.

Den Grundstein für die elektrische Nutzung der Wasserkraft legte 1866 Werner von Siemens durch die Entdeckung des "dynamo-elektrischen" Prinzips. Erst durch seine Erfahrung war es möglich, die Drehbewegung auch in elektrischen Strom umzuwandeln. Durch die Erfindung von unterschiedlichen Wasserturbinen nahm die Bedeutung weiter zu, insbesondere für die Gewinnung von elektrischem Strom.

francis

Die erste Francis-Turbine wurde vom Amerikaner James B. Francis im Jahre 1849 entwickelt.

pelton

Im Jahre 1880 erfand der Amerikaner Lester Pelton die nach ihm benannte Pelton-Turbine, auch Freistrahlturbine genannt.

kaplan

Professor Viktor Kaplan liess im Jahre 1913 die Kaplan-Turbine patentieren.

Natürlich gibt es noch eine ganze Reihe weiterer Turbinen, die aber alle eine untergeordnete Rolle spielen und hier deshalb nicht speziell erwähnt werden.